Verkehrserziehungstag der Klassen 1 und 2

b1Am 17.11.2016 veranstalteten wir zusammen mit der Polizei einen Verkehrserziehungstag für die ersten und zweiten Klassen. In jahrgangsgemischten Gruppen durchliefen die Kinder mehrere Stationen.

Den Kindern wurden in einer PowerPoint-Präsentation je eine Sekunde lang Bilder aus der Schulumgebung gezeigt und sie mussten in ihrem Büchlein ankreuzen, was sie gesehen hatten. So schulten sie ihre Wahrnehmung und sahen dabei weit mehr als mancher Erwachsene wie die gemeinsame Auflösung zeigte.

Im nächsten Klassenzimmer erzählte Herr Schramm den Kindern sehrb2 anschaulich seine ganz persönliche Geschichte, die von einem Fahrradsturz handelte. Sein zerbrochener Fahrradhelm, der ihm das Leben gerettet hatte, machte bei allen Kindern Eindruck und auch der nachfolgende Film zeigte noch einmal auf, wie wichtig es ist, beim Fahren mit Fahrrad, Roller oder Inliner einen Helm zu tragen.

Weil Eltern gerne sagen: „Du gehst über die Straße, wenn kein Auto mehr kommt.“, war in der Turnhalle ein Parcours aufgebaut, an dem die Straßenüberquerung allein und mit dem Partner geübt wurde. Die Fahrzeuge, Kettcars, Roller, Bobby Cars und Tretautos aus dem Verkehrsanhänger der Polizei, stießen bei allen Kindern auf große Begeisterung und wurden mit Freude gefahren. An dieser Station lernten die Kinder zusammen mit Herrn Mönch einzuschätzen, bei welcher Entfernung eines Fahrzeugs es noch möglich ist, über die Straße zu gehen und wann man besser abwarten sollte. Denn im Realverkehr kommt selten „gar kein Auto“.

Ein Klassenzimmer wurde kurzerhand zum Bus umfunktioniert: Eine dicke Matte versperrte als Bustür den Weg, die Stühle waren in Sitzreihen angeordnet. Ein Kind durfte als Busfahrer das OK geben, wenn wirklich alle Kinder richtig saßen und abfahrbereit waren. Im ersten Durchgang war das Drängeln erlaubt, im zweiten standen alle Kinder in einer Reihe und stiegen so auch nacheinander ein. Überwacht von Herrn Sosnioks Stoppuhr konnten sie erkennen, dass es sich lohnt, langsam und geordnet in den Bus einzusteigen, weil dies nicht nur schneller geht, sondern es so auch viel angenehmer ist, als sich drängelnd seinen Weg zu bahnen.

Was passieren kann, wenn der Bus einmal scharf bremsen muss, erkundeten die Schüler  gleich an zwei Stationen. Die Kinder wurden, auf einem Rollbrett stehend, an einen Weichboden herangefahren und erfuhren die abrupte Vorwärtsbewegung ihres Körpers, wenn sie dort gestoppt wurden. Nur wenigen gelang es, die Balance zu halten und nicht nach vorne zu fallen. Weiterhin demonstrierte Herr Sosniok mit einer mitgebrachten Puppe, was geschieht, wenn diese nicht angeschnallt ist. Er setzte sie auf die Rückbank des Polizeibusses, fuhr ein Stück und bremste stark. Die Puppe fand sich dann beim Öffnen der Tür auf dem Boden wieder.

Zu guter Letzt erprobten am Ende des Schultages alle Erst- und Zweitklässler gemeinsam das Einsteigen in den "echten" Schulbus.

Die Nachbesprechung am nächsten Tag zeigte, wie viel Spaß es den Kindern gemacht hatte und welche neuen Erkenntnisse sie gewinnen konnten.